Waihi Beach und Whangamata Beach [Di, 29.3.]

Ein Tag nur am Strand hatte sich Raphi gewünscht und das konnten wir heute voll erfüllen! Da wir uns momentan an der Ostküste der Coromandel Halbinsel befinden, standen Gholam und ich früh genug auf um den Sonnenaufgang über Waihi Beach zu fotografieren (Raphi war der Meinung dafür lohnt es sich nicht den Camper zu verlassen…).

Den Morgen verbrachten wir dann auch noch am Waihi Beach (die Wellen waren fast größer als in Raglan) bevor es dann ein Stück weiter nördlich nach Whangamata ging.

RouteWhangamata
Dort gönnten wir uns erstmal ein leckeres Mittagessen (Burger und Fish Cakes!) und lernten dabei, dass der Ort die nächsten Tage Zentrum eines 60er Jahre Festivals sein würde mit dem schönen Namen ‚Beach Hop‘ (den ganzen Nachmittag über sahen wir einen Oldtimer nach dem anderen die Straßen entlang cruisen). Der Campingplatz war deshalb auch schon voll, wir bekamen aber (was eh viel besser ist) wieder einen Platz auf dem ‚Island Reserve‘ Parkplatz und konnten daher eine weitere Nacht (kostenlos) direkt am Meer verbringen! Den Nachmittag nutzten wir um am Strand spazieren zu gehen, Muscheln zu sammeln, Eis zu essen und natürlich in den Wellen zu plantschen – was man halt so macht, wenn man kilometerlangen Sandstrand (und kaum Leute) um sich rum hat.

Karangahake Gorge und Waihi [Ostermontag, 28.3.]

Unsere letzte Woche ist schon angebrochen – kaum zu glauben! Nachdem wir in den letzten Wochen viel gefahren sind und Zeit zum einfach nur Ausruhen eher selten war, ist der Plan die letzten Tage mit viel Sonne und Strand und möglichst wenig Fahrerei zu verbringen. Deshalb geht es bis Freitag auf die Coromandel Halbinsel, die mit wunderbaren Stränden und historischen Goldminen lockt.

RouteWaihi
Unser erster Stop heute war die Karangahake Gorge, der Ursprungsstätte des Goldrausches auf der Coromandel Halbinsel. Dort gibt es gleich mehrere Wanderwege entlang der Überreste aus dieser Zeit, wir entschieden uns für den ‚Tunnel Walk‘. Der Name verspricht nicht zuviel, für mehr als einen Kilometer ging es durch einen ehemaligen Eisenbahntunnel, der Goldgräber zu den Minen und das gefundene Gold dann wieder zurück transportierte. Zum Glück war das Tunnelmonster gerade ausgeflogen! Ausserdem waren noch zwei Hängebrücken und mehrere Ruinen auf dem Weg – es wurde also nicht langweilig.


Von der Schlucht ging es weiter nach Waihi, dem einzigen Ort der Halbinsel wo es sogar noch eine Goldmine in Betrieb gibt. Wir kauften jedoch Tickets für die ‚Goldfields Railway‘, ein restaurierter Zug aus der Goldgräber-Zeit, der von Waihi in den Nachbarort Waikito und zurück fährt. Die Fahrt dauerte 30 Minuten pro Strecke (für gerade mal 6km) aber dafür gab es für Raphi sogar eine Schaffner-Mütze und die vorbeifahrenden Autos hupten uns immer freundlich hinterher :-). In Waihi stiessen wir ausserdem auch auf eine ‚German Bakery‘, in der wir einen wirklich sehr guten Apfelstrudel bekamen!


Von Waihi waren es dann nur noch 10 km bis nach Waihi Beach, einem mehr als sechs Kilometer langen Sandstrand. Nachdem wir den Camper in Miranda noch mit allem aufgefüllt hatten, was man so braucht, konnten wir uns sogar den Luxus gönnen, im Waihi Beach Island Reserve zu übernachten, einem Parkplatz direkt am Meer. Nachdem die neuseeländischen Familien verschwunden waren, hatten wir ein riesiges Stück Strand praktisch ganz für uns und konnten unsere Nudeln mit Blick aufs Meer genießen!

image

Miranda Hot Springs [Ostersonntag, 27.3.]

Frohe Ostern! Hoffentlich hat der Osterhase bei allen vorbei geschaut, unseren Camper hat er tatsächlich auch gefunden, wobei er seinen kleinen Bruder geschickt hatte: den Oster-Kiwi. Der hat zum Glück auch das passende dabei gehabt und Raphi einen Wunsch erfüllt, den er schon seit unserer Ankunft in Neuseeland hat: eine Rugby-Hose (nach dem großen Sieg von gestern von den Hamilton Chiefs). Nachdem die Hose und der Schoko-Kiwi gefunden waren, machten wir uns auf den Weg, heute nach Miranda Hot Springs, das praktisch zwischen Auckland under Coromandel Halbinsel liegt (und dessen Campingplatz der einzige in der Region war, auf dem wir noch einen Platz bekamen).

RouteMiranda

Nachdem wir gestern wieder volles Programm hatten, konnten wir uns heute einen ruhigen Ostersonntag gönnen und wie sich herausstellte gibt es in Miranda auch tatsächlich nichts anderes zu tun, als im 38 Grad heißen Schwimmbad zu entspannen. Der Campingplatz ist voller camping-wütiger Kiwi-Familien, die anscheinend mit ihrem ganzen Hausstand anreisen (da zieht das Wohnmobil noch einen Wohnwagen als Anhänger, auf dem dann wieder ein Zelt aufgebaut wird…). Um uns anzupassen, haben wir uns zum Mittagessen gleich Fish & Chips vom Take Away geholt und genießen sonst den Nachmittag in der Sonne!

 

 

Hamilton [Sa, 26.3.]

Nachdem wir jetzt eh schon so nah an Hamilton (immerhin die viertgrößte Stadt Neuseelands…) waren, entschieden wir spontan, den heutigen Tag dort zu verbringen.

RouteHamilton

Die Stadt hat zwar nicht absolute Top-Attraktionen, aber immerhin den zweitgrößten Zoo des Landes, in dem wir auch gleich den ersten Halt machten. Deutlich größer als erwartet, konnten wir dort einige mittlerweile schon alte Bekannte wiedertreffen: den frechen Alpen-Papagei Kea (Raphaels Liebling), die Tuatara-Echse und noch einige andere Vertreter der neuseeländischen Vogelwelt. Dazu gab es aber auch noch viele schöne und große Affengehege, einen Regenwaldpfad, Nashörner (gleich fünf Stück) und einen Gepard. Die Tiger wollten sich leider nicht zeigen, aber dafür konnten wir zwei Siamang-Affen bei einer sehr intensiven und lauten Diskussion beobachten.

Am Nachmittag fuhren wir dann noch in die Innenstadt von Hamilton und wurden von einer enthusiastischen Mitarbeiterin im Visitor Centre darauf aufmerksam gemacht, dass wir an keinem besseren Tag hätten kommen können. Ab 17 Uhr würde nämlich der wöchentliche Nachtmarkt stattfinden und um 19:30h würde die lokale Rubgy-Mannschaft (die Chiefs) gegen eine Mannschaft aus dem australischen Perth (die Forces) spielen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und zum Glück war es kein Problem noch drei Tickets für die ‚Family Zone‘ zu bekommen. Bis zum Spiel hatten wir aber noch genug Zeit, auf dem Nachtmarkt (der im Untergeschoss eines Parkhauses stattfand) allerlei Leckereien zu probieren. Besonders die gegrillten Spieße (von Hühnchen bis Lamm und Tintenfisch) hatten es uns allen angetan!

image

Dann brachen wir aber auf zum Waikato Stadion, wo wir noch mit kostenlosen Fahnen ausgestattet wurden und unsere Plätze in der dritten Reihe am Spielfeldrand inmitten vieler anderer Familien einnahmen. Mit dem Haka einer lokalen Maori-Truppe gings los und dann fieberten wir mit den anderen Fans der Chiefs mit (passenderweise waren deren Farben schwarz-rot-gold :D). Die erste Hälfte war es noch recht ausgeglichen, aber dann konnten die Chiefs voll überzeugen und gewannen schließlich mit 46:10 (oder etwas in der Art….).

So kamen wir ziemlich ungeplant  in den Genuss eines Rugby-Spiels (uns allen drei hat es wirklich viel Spaß gemacht) und für die Nacht fuhren wir dann nur noch an den uns nun schon bekannten Platz in Ngaruawahia, wo morgen früh vielleicht sogar der Osterhase vorbeischauen wird :-).

 

Raglan [Karfreitag, 25.3.]

Mit dem heutigen Karfreitag beginnt in Neuseeland das lange Osterwochenende und außerdem war auch mein Geburtstag! Am morgen wurde ich von meinen Männern mit einem Barista-Kursgutschein überrascht (das wollte ich schon lange machen!) und wir frühstückten noch gemütlich im Waitomo Cafe. Dort planten wir auch, wo wir jetzt eigentlich hinfahren wollten, den in der Coromandel Halbinsel (unserem ursprünglichen Ziel) sollte es die nächsten zwei Tage noch regnen und außerdem ist es eines der Lieblingsziele der Kiwis und daher waren bis Montag alle Campingplätze absolut ausgebucht. Wir entschieden daher lieber ins nur 100km entfernte Raglan zu fahren, das in Neuseeland als Ort mit den besten Surfer-Stränden gilt und außerdem für seine entspannte Atmosphäre bekannt ist.

RouteRaglan

Gegen Mittag kamen wir an und fuhren gleich weiter zum Ngaranui Beach, dem Schwimmer- und Surfanfänger-Strand. Allein der Ausblick auf den Strand war schon toll, nach einem kurzen Abstieg konnten wir uns dann ein schönes Plätzchen im schwarzen (!) Sand suchen, um dort einen entspannten Nachmittag am Strand zu verbringen. Gholam lieh sich sogar ein Surfbrett aus (man musste gar nicht weit ins Wasser gehen und hatte echt schon eindrucksvolle Wellen!) und Raphi konnte sein Glück mit einem kleinen Waveboard versuchen.

Nach dem Strand ging es noch nach Raglan selbst, wo sich Surfshops abwechseln mit Galerien und Bioläden. Der Ort war auch ziemlich voll mit Kiwi-Großfamilien und nachdem wir noch etwas an der Strandpromenade in der Sonne gelegen und den Spielplatz getestet hatten, suchten wir uns ein schönes Restaurant für mein Geburtstagsessen. In der ‚Local Eatery‘ gab es mexikanisch inspirierte Gerichte und wir probierten uns einmal quer durch die Karte (der ‚Passionfruit No-Cheese Cake‘ war wirklich ein Traum – wie alles andere auch)!

In Raglan selbst gab es keinen Platz zum Übernachten (Wildcampen ist dort verboten und der Camping Platz war total überlaufen), also fuhren wir am Abend noch weiter nach Ngaruawahia – ein Ort der in den Reiseführern zwar kaum Erwähnung findet, außer dass dort der Maori-König residiert, aber für uns den unschlagbaren Vorteil gleich zweier Parks besitzt, in denen man mit einem Camper übernachten darf. Und da fanden wir dann auch wirklich noch ein schönes Plätzchen.

image